zum 4. Mal !

Visionssuche in Gottsdorf/Luckenwalde

Zeremonialcamp vom 25. – 31. Mai 2018

 

Leitung: Ulrike Weiland, Stille Wasser Frau Auge im Wind mit Unterstützerteam: 

Gudrun und Detlef David, Gottsdorf, Hazy J. Albrecht, Berlin und andere 

Die Visionssuche ist eine Zeremonie des Übergangs zwischen einem zu ende gehenden Lebensabschnitt und des bewußten Eintretens in eine Situation außerhalb der gewohnten „Komfortzone“. Die psychischen und physischen Herausforderungen dieser Erfahrung in der Natur, allein mit Dir selbst, ermöglichen Veränderung und Wandlung.

Die Zeremonie findet in ausgewogener Balance zwischen indianischer und europäischer Tradition statt. Das Basislager befindet sich in Gottsdorf/Luckenwalde – das Visionssuchegebiet in den umgebenden Wäldern.

 

Die Visionssuche unterstützt dabei,

…den Sinn des eigenen Lebens zu erkennen: Wer bin ich ? Woher komme ich? Wohin gehe ich ? Was ist meine Aufgabe ?

…Neuorientierung finden nach Krisen wie z.B. schwerer Krankheit, Trennung, Scheidung, Tod u.a.

…Wachstum auf dem spirituellen Weg zu erlangen

Wen diese oder ähnliche Fragen bewegen, für den/die kann es eine gute Entscheidung sein, auf Visionssuche zu gehen.

 

 

 

 

Die Visionssuche – Zeremonie bewirkt auch bei „modernen“ Menschen aller Altersgruppen,

die sich an einem kritischen Punkt ihres Lebens befinden, Klärung und Stärkung, Aussöhnung mit Vergangenem und neue Inspiration bzw. Ausrichtung. Die Visionssucher/innen entscheiden sich, einige Tage und Nächte außerhalb der schützenden Gemeinschaft des Basislagers bei jedem Wetter und in vollständiger Hingabe an die Natur und ihre Wesenheiten zu verbringen. Fasten, Gebet, Träumen, Meditation und das Getragensein im  Rhythmus von Tag und Nacht, von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, von Wachen und Schlafen schenkt eine tiefe Erfahrung des All-eins-Seins und eine tiefe Rückbindung an etwas Größeres.

In diesem Zustand können Erkenntnisse und Eingebungen über das Leben auftauchen. Alles was der/die Visionssucher /in um sich herum wahrnimmt, vermag eine Botschaft zu bringen: ein Tier, eine Pflanze, eine Wolke, ein Windhauch oder ein Sonnenstrahl, ein Traum oder die Begegnung mit einem Wesen aus der spirituellen Welt…Möglicherweise auch ereignet sich nichts dergleichen und sie kehren zurück mit dem Gefühl, etwas Gutes für sich getan, Ängste überwunden zu haben und einige neue Inspirationen für ein bestimmtes Lebensthema mitnehmen zu können.

Die Visionssucher/innen gehen ohne Essen, mit etwas Wasser „in den Wald“ ( medizinisch begründete Ausnahmen nach Absprache). Ein Sicherheitssystem gewährleistet, dass alle energetisch gut betreut und aufgefangen werden. Eine begleitete Vor- und Nachbereitungsphase hilft beim Übergang vom „alten“ ins „neue“ Leben. Da die begleitende Unterstützungsarbeit im Camp gewährleistet werden muss, sollte jede/jeder, die/der „in den Wald gehen möchte“ einen nahestehenden Menschen bitten, diese Funktion zu bernehmen.

Die Visionssuche war und ist der traditionelle Initiationsweg der Nordamerikanischen Natives

für Jugendliche, die sich in der Wildnis selbst finden und ihre persönliche Verbindung mit dem Großen Geist entdecken sollten, um ihre Begabungen und charakterlichen Eigenschaften zu erkennen und/oder direkt durch einen „Spirit“ initiiert zu werden. Ihre Erzählungen wurden von den Stammesältesten und Medizinleuten angehört und der Initiant fortan als „Erwachsener“ in die Stammesgemeinschaft aufgenommen.

Überlieferte Formen der Visionssuche im europäischen Raum:

Im germanischen Brauch ist die Visionssuche in Odin verkörpert, der an der Weltenesche Yggdrasil hängend in Weissagung und Weisheit eingeweiht wird. In der minoischen Kultur war der zeremonielle Gang durch das Kretische Labyrinth eine Einweihungszeremonie für die jungen Männer und Frauen.
Viele christliche Figuren, wie Jesus, Jeremia oder Elias gingen rituell fastend in die Wüste, auf einen heiligen Berg oder in eine Höhle, um ihre Vision zu finden und dem Göttlichen zu begegnen.Die „Questen“ der Ritter nach dem heiligen Gral, wie es u.a. in der der Parzivalsage beschrieben wird bergen ebenso wie z.B. die Märchen von Frau Holle, vom Eisenhans und Sterntaler Initiationsrituale. Im ungarischen Königtum musste sich der potentielle neue König einer Visionssuche unterziehen, um sich auf seinen Amtsantritt vorzubereiten.

Literaturempfehlungen:

Steven Forster und Meredith Little: Visionsquest, Sinnsuche und Selbstheilung in der Wildnis, USA 1989. Die Autoren beschreiben Erfahrungen mit ihrer „School of lost Borders“, in der sie zahlreiche „westliche“ Visionssuchelehrer/innen ausgebildet haben.

Sylvia Koch-Weser und Geseko von Lüpke: Vision Quest. Visionssuche: allein in der Wildnis auf dem Weg zu sich selbst, München 2000. Hier sind u.a. Hinweise zur europäischen Formen der Visionquest ( s.o.) zusammengetragen.

Anmeldungen als Visionssucher/In oder Unterstützer/In sind ab sofort möglich !

mail: circle.of.life@web.de