Die Schwitzhütte ist eine Zeremonie der Reinigung und Heilung von Körper, Geist und Seele.

Die Native Americans haben uns diese wunderbare Zeremonie in den vergangenen 30 – 20 Jahren nach Europa zurückgebracht, so dass es inzwischen in Deutschland überall Schwitzhüttenkreise gibt.

Die Schwitzhütte ist eine Zeremonie, die uns alle 4 Elemente unserer Mutter Erde unmittelbar körperlich und emotional erfahren lässt.

Die Steine sind Erde und werden im Feuer  glühend erhitzt. Dieses wird vom Holz der Bäume, die sich in ihm verzehren, genährt. Das Wasser, welches in der verschlossenen Hütte über die heißen Steine gegossen wird, kreiert Dampf der unsere Körper einhüllt und uns herausfordert, tief und kraftvoll einzuatmen. So erleben wir, was Luft ist. Der Schweiß rinnt an unseren Körpern herunter, und bringt alles in Fluss. Wir sitzen nackt auf der Erde, wir singen und beten – fühlen und sprechen von Herzen. Die starke körperliche Beanspruchung ermöglicht Wahrnehmungen aus unserem tiefsten Innern oder gar intensiven Kontakt mit der spirituellen Welt.

Wer von diesem Weg berührt wurde – gleichgültig in welcher Schwitzhüttentradition – und sich auf Dauer darauf einläßt, wird Transformation auf allen Ebenen erfahren und den eigenen Weg mehr und mehr finden.

Wer mit dem Gedanken spielt, auch mal “ Schwitzhütte aufgiessen zu wollen oder zu können“ sollte es nicht einfach tun, ohne durch einen/eine erfahrenen Lehrer/in mehrere Jahre begleitet und ausgebildet worden zu sein.

Du solltest, bevor Du in die Leitung gehst, im Großen und Ganzen mit Deinen persönlichen Prozessen „durch“ sein. Die Zeremonie ist sehr komplex. Es gilt – wenn Du in Verantwortung dafür und für die sich Deiner Führung anvertrauenden Teilnehmer/innen gehen willst –  viel mehr zu beachten und zu können, als Du es als einfache Teilnehmer/in in diversen Schwitzhüttenkreisen erfahren konntest.

 

Ich selbst gehe diesen Weg seit 20 Jahren und habe eine gründliche Ausbildung erfahren. 2002 wurde mir von meinem damaligen Lehrer Devalon Small Legs von den Blackfoot Pikunni aus Alberta/Kanada die Erlaubnis erteilt, Hütten aufzugießen. Seit nunmehr 15 Jahren habe ich, ausgehend von der indianischen Praxis in der ich ausgebildet wurde, meine eigene Art gefunden. Dabei respektiere ich die meisten Regeln der Tradition, weil sie gut funktionieren. Inhaltlich verbinde ich meine Schwitzhüttenarbeit mehr mit europäischen Elementen, wie z.B. deutschsprachigen Ritualliedern, psychotherapeutischen Elemente, achtsamer Vor- und Nachbereitung der Zeremonie in Redekreisen und anderes mehr.

Inzwischen haben zwei Frauen, die meine z.T. langjährigen Begleiterinnen waren, die Schwitzhütten-Prüfung abgelegt und starten ihren eigenen Weg.

Welche Voraussetzungen brauchst Du, um Schwitzhüttenleiter/in zu werden ?

  • Tiefe Naturverbundenheit und Freude daran, bei jedem Wetter draußen zu sein.
  • einige Jahre Schwitzhüttenerfahrung, quasi „Flugstunden“ sind von Vorteil.
  • Respektvolle Einstellung zur Tradition und zu denjenigen, die damit achtsam und solide umgehen.
  • Interesse am Medizinradwissen.
  • Bereitschaft, den Erdweg während der Ausbildung intensiv weiter zu gehen (ev. Pfeifenträger/in zu werden, oder eine Visionssuche zu machen oder an einem mehrtägigen Tanzritual teilzunehmen).
  • Verbundenheit mit Deiner persönlichen, bereits vorhandenen spirituellen Praxis -unabhängig davon ob diese „indianisch“ geprägt ist oder nicht.
  • Freude und ev. schon Erfahrung mit Trommeln und Singen.
  • den Wunsch, bzw. die Absicht, diesen Weg mittelfristig mit anderen Menschen zu teilen.

Wenn Du bis hierher gelesen hast und Aufregung verspürst, trau Dich Kontakt mit mir aufzunehmen.

Du kannst eine Menge über das Schwitzhüttenhandwerk bei mir lernen und sicher darin werden, in diese Aufgabe hineinzuwachsen. Obgleich Du lernst, gewisse Regeln zu beachten und Handlungen bewußt auszuüben, wirst Du in Deiner persönlichen Ausdruckskraft ganz frei und individuell bleiben können. Du wirst außerdem als Feuerkeeper arbeiten, denn wer eine Schwitzhütte aufgiesst, muss sich auch beim Feuer auskennen, sowie mit mancherlei organisatorischen und menschlichen Herausforderungen lernen, um zu gehen.

Es ist mir ein Herzensanliegen, mein über die vielen Jahre erarbeitetes Wissen und die langjährige Praxiserfahrung – besonders an Jüngere – weiterzugeben, damit ich eines Tages den Staffelstab übergeben kann in dem vertrauensvollen Wissen, dass der Weg weitergetragen werden wird.