Wir gehen seit vielen Jahren den spirituellen Erdweg, welcher bei den meisten von uns auf die eine oder andere Weise von den Zeremonien der Native Americans inspiriert worden ist. Auf der Suche nach unseren eigenen europäischen Wurzeln sind wir alle dem Fuchs begegnet und von der Medizin dieses Krafttieres berührt worden. Der Fuchs symbolisiert für uns ein Stück Wildnis und Ursprünglichkeit in unserer modernen Lebensweise.

Wie es dazu kam, dass es eine Fuchsfamilie gibt !

Der Fuchs stand am Beginn der Lebenstanz-Gemeinschaft im Jahr 2006, als Folgendes geschah:

Mein Medizinbruder Jürgen Bolz, mit dem ich damals in Lübnitz in der Gemeinschaft zusammen wohnte und ein Tanzritual visionierte, führte mich eines Tages im Januar zu einer Feldulme auf unserem Gelände, welches eventuell unser späterer Ritualplatz sein sollte. Er hatte morgens einen Fuchs an der Landstraße tot und ohne äußere Verletzungen vorgefunden. Da es zu dieser Zeit starke Minusgrade gab, war der Körper steifgefroren. Jürgen hatte ihn mit genommen und an den Baum gelehnt.

Wir sprachen Gebete und gaben Tabak für diesen Fuchsgeist und entschieden, seinen Körper erst einmal so „stehen“ zu lassen, bis die Minusgrade nachlassen würden, um ihn dann zu gegebener Zeit zu enthäuten…Im Laufe der nächsten drei Tage kam ich an jedem Tag zum Baum, um für den Fuchsgeist zu beten, der für uns ein Symbol der Familie und des Stammes darstellte. Am 2. Tag war der tote Fuchs verschwunden. Ich war traurig und dachte, „nun ja da hat sich jemand anderes für den Fuchs interessiert“ und habe losgelassen. Dann geschah das Wunder ! Am 3. Tag war der Fuchs wieder da ! Jürgen und ich interpretierten das damals als Zeichen, dass unsere Vision vom Lebenstanz-Ritual gesegnet sei.
Wir erfuhren einige Zeit später, was geschehen war. Ein Nachbar ( der garnichts mit unser spirituellen Arbeit zu tun hatte ) hatte den Fuchskörper auf dem Gelände der Gemeinschaft am Baum entdeckt und sich gedacht, das sei doch besser, ihn in den Wald zurückzubringen und dort sich in die Erde zurückzuverwandeln lassen. Gedacht, getan – aber dann fühlte er, dass dies nicht richtig sei und entschied sich, den Fuchs an den Baum zurückzutragen…Später wurde das Fell abgezogen; es befindet sich immer noch bei Jürgen.

Weitere Fuchsgeschichten

Die Erinnerung an die Ereignisse des Jahres 2006 kam mir wieder zu Bewußtsein während der Betrachtungen, die zwischen Katharina Heth Zwei Monde Frau (der Träumerin und Initiatorin des Sonne Mond Tanzes im September 2012) und mir zum Thema Fuchsmedizin und Füchse in der Stadt 2013 ausgetauscht wurden. Katharina Zwei Monde Frau (1975 – 2014) hatte als medial stark begabte Frau eine sehr innige, spirituelle Beziehung zu diesen Tieren und einige Abbildungen vom Fuchs in ihrer Wohnung. Einmal beobachtete sie eine Füchsin mit zwei Jungen in ihrem Berliner Hinterhof und sie interpretierte dies als Bestätigung, dass die Füchse uns den Wilden Aspekt unserer Natur mitten in der Stadt zeigen, dass sie anpassungsfähig sind und dem menschlichen Lebensraum immer furchtloser begegnen. In jenen Tagen begegnete unsere Freundin Anja sogar einem Fuchs im ebenerdigen Hausflur ihres Mietshauses Berlin – Prenzlauer Berg.

Im Frühjahr 2014 war es eine Fuchspfote, die Hazy um seinen Hals trug, die uns in intensiven freundschaftlichen Kontakt mit der Wicca Schamanin Xenia Fitzner brachte; Xenia empfand sich selbst auch als Fuchsschwester, weil sie so oft Kontakt mit ihnen hatte. Eine Weile lange hüteten wir ihre Wohnung in Berlin, während sie viel auf Reisen war. Als Katharina sich im Sommer 2014 im Hospiz befand, haben wir ihr eins unserer Fuchsfelle ans Sterbebett gegeben…Hazy ging zeitgleich mit dem zweiten Fuchsfell zum Sonnentanz nach Ungarn zur Sommersonnenwende und tanzte dort u.a. für ihren Heilungsweg. Nach ihrem Tod Ende Juli kam wieder ein Traum zu Hazy, indem er nun durch sie aufgefordert wurde “Gründe einen Fuchsstamm“. Er empfand dies wie das Vermächtnis unserer Freundin, die mit 39 Jahren unseren gemeinsamen Ritualkreis verlassen musste. Zu diesem Zeitpunkt kam auch das Fuchslied Meister Reinike zu ihm.

Traum von Hazy am Wurzeln der Erde 2013: „Wir wollen zusammenbleiben…“

Hazy Großvater Herzauge Mann mit zwei weissen Hörnern hatte im Sommer 2013 im Austausch für Gartenarbeiten
von einem Nachbarn im Waldviertel/Niederösterreich zwei Fuchsfelle geschenkt bekommen. Seine Absicht war es, eines zu behalten und eines weiterzugeben. In der 2.Nacht, am Familientag von „Wurzeln der Erde“  hatte er einen starken Medizintraum, in dem die beiden „Fuchsfell-Geister“ zu ihm sprachen und sagten: „Wir wollen zusammen bleiben…“.

Daraufhin nahmen meine Tochter Katrin und Anja, meine Freundin und damalige Assistentin/Schülerin, beide Fuchsfelle über die Schultern und wurden fortan beide als unsere Töchter angesehen. Seitdem begleiten uns die Fuchsfelle auf unserem Weg und wir sind dieser Medizin sehr verbunden.

In der 2. Zeremonie vom Wurzeln der Erde 2013, wo es schwerpunktmäßig darum geht, die Familie, den Stamm, die Gemeinschaft zu erinnern, zu wertschätzen und zu feiern, wurde auch Helmut Kinzelmann über die Fuchsmedizin aus München/Olching auf uns aufmerksam. Im Jahresverlauf bis 2014 nahm er Kontakt mit mir auf und wir begannen uns auszutauschen.

Helmuts Medizingeschichte:  „Da wo der Fuchs auftaucht, geht es für mich entlang“

Helmut und einige Weggefährten waren immer wieder in Mexiko und Texas bei Zeremonien gewesen, er wurde zum Feuerhüter ausgebildet und hatte seit den 90er Jahre über längere Zeit auch einen regelmäßigen Schwitzhüttenkreis in der Tradition eines mexikanischen Ältesten auf dem Amperhof abgehalten.

Dann kam der Moment wo ihm klar wurde, dass es darum geht, die eigenen europäischen Wurzeln wieder zu aktivieren. Um Einsicht darüber zu erlangen, in welche Richtung der spirituelle Weg sich entwickeln würde, begann er seine Medizinwanderung ….und das erste Wesen, welches ihm begegnete war ein Fuchs…!

In der Folge hat er das mexikanische Feuer den Ältesten respektvoll zurückgegeben, und entschieden, den alten Schwitzhüttenplatz zu schließen und 4 Jahre ruhen zu lassen. Helmut und einige ihm und der neuen Vision Nahestehende haben sich dann daran gemacht, die Idee und Umsetzung der Drachenhütte zu verwirklichen: diese ist eine aus festem Lehm gemauerte, längliche Erdhütte, gedeckt mit Kalkschindeln wie Schuppen, in der fortan die Menschen zum Schwitzen zusammenkommen.

Die Fuchsmedizin inspirierte uns zwischen 2015 und 2019 zu verschiedenen Anlässen zusammen zukommen und gemeinsam Jahreskreisfeste zu feiern.

Es war in dieser Phase unsere Absicht , auf der Basis vorhandener alteuropäischer Wissenslinien (  wie z.B. der Wicca-Tradition mit Xenia )  und in achtsamer Anwendung von Werkzeugen, welche uns die Natives in Nordamerika und Mexiko gegeben haben, die Jahreskreisfeste zu feiern.

Die Fuchsfamilien-Menschen hat im Juli 2014, 2015 und 2016 in erweitertem Kreis in Berlin auf dem Teufelsberg, einem Hügel über der Stadt ein Wicca-Ritual zur Sommersonnenwende gefeiert.

Und am Amperhof in München haben wir am 2. August 2016 ein Lugnasad Ritual in der Fuchsfamilie gefeiert…

Die Fuchsmedizin inspiriert uns, zu verschiedenen Anlässen zusammen zukommen und gemeinsam Rituale zu feiern.

Ulrike Weiland & Hazy J. Albrecht www.der-kreis-des-lebens.de

Xenia Fitzner www.loewenmond.de

Helmut Kinzelmann helmut.kinzelmann@amperhof de